Ist der Tod, bin ich nicht." Epikur
vor dem Ende begegnete, wich er nicht aus.
Er legte sich auf den Boden und stellte sich vor,
wie das Leben aus seinen Gliedern wich.
Er erforschte das Schwinden der Sinne,
das Verstummen der Gedanken.
Dort, am absoluten Nullpunkt, blieb kein Nichts.
Dort strahlte unerschütterlich:
Ich bin.
weshalb man sich überhaupt
einer so alten und stillen Frage zuwendet.
Warum das Endliche betrachten,
wenn das Leben doch nach vorne drängt?
Der existenzielle Psychotherapeut Irvin D. Yalom
beschreibt, dass die Frage nach dem Tod
nicht erst am Ende des Lebens auftaucht.
Sie begleitet uns leise,
oft verborgen unter Alltag, Sorgen und Gewohnheiten.
Manchmal klopft sie kaum hörbar an.
Nicht um zu erschrecken.
Sondern um uns daran zu erinnern,
wirklich zu leben.
Ein kleines Experiment
Vielleicht genügt es für heute,
einen Augenblick still zu werden.
Nichts erreichen zu müssen.
Nichts verstehen zu müssen.
Nur zu lauschen.
Suchen Sie sich für Ihre Yoga-Nidra-Praxis einen ungestörten, warmen Platz auf dem Boden oder in Ihrem Bett. Legen Sie sich bei Bedarf eine Rolle oder ein Kissen unter die Knie und betten Sie Ihren Kopf bequem, aber nicht zu hoch. Nehmen Sie sich alle Zeit der Welt, um sich diesen Ort gemütlich einzurichten.
Zu Beginn und zum Schluss der Aufnahme wird Ihnen der Begriff Sankalpa begegnen. Er ist ein Ausdruck für etwas, das bereits in Ihnen ruht und schon immer für Sie bereitsteht. Weil dieses innere Wissen so einzigartig ist, haben wir dieses weite, alte Wort im Original beibehalten.
Yoga Nidra ist weit mehr als eine Entspannungsübung.
In therapeutischen Zusammenhängen wird diese Form der achtsamen
Selbsterfahrung seit vielen Jahren zur Begleitung von Menschen in
belastenden Lebenssituationen und traumatischen Erfahrungen genutzt.
Die Aufnahme versteht sich als Einladung zu einem eigenen Experiment
der Wahrnehmung – in Ihrem Tempo und mit der Freiheit, jederzeit
innezuhalten oder später zurückzukehren.